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Neu: die eBook-Version (gleiches Buch, besserer Titel!) |
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“Mit seinem Voodoo-Management riskiert Felix Frei einen frechen Blick auf die aktuellen Diskussionen im Management und verschafft uns dadurch inspirierende Perspektiven." (Prof. Dr. Stefan Kühl, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) Die Wirtschaftskapitäne erleben - und produzieren - unruhige Zeiten. Anpassung an eine sich laufend verändernde Umwelt ist gefordert. Der Wandel braucht Gestaltung. “Change Management” heißt das Zauberwort. Total Quality, lernende Organisation, flache Hierarchien, Lean Management – das sind nur einige Schlagworte aus dem Methodendschungel der letzten Jahre. Ist “Voodoo-Management” nun die jüngste Managementmode? Nein, “Voodoo-Management” ist kein neues Managementkonzept. Voodoo-Management beschreibt Facetten zwischen Zauberhaftem und faulem Zauber im Management des Wandels. Der Autor Felix Frei lässt das Theater auf der Bühne, so interessant es auch sein mag, Theater sein und wirft einen Blick hinter die Kulissen – besser zwölf Blicke. Denn: “Was für den Erfolg des Wandels ausschlaggebend ist, liegt eher im Hintergrund des Geschehens. Davon ist in Lehrbüchern über Change Management aber nur selten die Rede” – so seine These. Warum gelingt es in manchen Unternehmen, den Umbau erfolgreich zu gestalten? Warum klappt es in anderen Unternehmen nicht, auch wenn diese vordergründig die gleichen Konzepte einsetzen? Diese Reflexionen zum Wandel und zur Führung richten sich an Manager und Managerinnen, Führungskräfte und alle, die sich für Veränderungen in Unternehmen und Organisationen interessieren. Es richtet sich an Menschen, die Fragen lieben und denen Antworten Grund für neue Fragen sind. An Leserinnen und Leser, die freche Behauptungen als Sandkorn nehmen, aus dem sie ihre eigene Perle entstehen lassen. |
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Vorwort Der Erfolg des Wandels liegt im Hintergrund Mündigkeit ist unteilbar Jedes Wir-Gefühl braucht ein Ihr-Gefühl Der Preis für Commitment heißt Commitment Eine Ironikerin weiß, dass alles auch anders sein könnte Die Frauenfrage aufbringen heißt, die Machtfrage stellen Dem Jäger ging’s noch nie um Nahrung Das Wunder des Wandels braucht «Voodoo»-Begriffe Eine Schere tut sich auf zwischen Unternehmens- und Betriebsführung Was Spinnen und gute Chefs gemeinsam haben Unsere Gesellschaft braucht ein neues Verhältnis zur Nicht-Erwerbsarbeit Nächstenliebe verlangt kürzere Distanzen Vermisst wird: die Lust auf Führung |
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… Lust auf Führung. Nicht die Lust auf Führungspositionen natürlich - daran mangelt es keineswegs, denn damit ist zu viel an Renommee, gesellschaftlichem Status und nicht zu verachtenden Privilegien verbunden. Aber wer von all diesen Führungskräften hat eigentlich wirklich Lust auf Menschenführung? Im Laufe der Jahre als Unternehmensberater bin ich zu einer überraschenden Einsicht gelangt: Kaum eine Führungskraft glaubt im Innersten an einen kausalen Zusammenhang zwischen (Menschen-)Führung und (Business-)Erfolg. Von (menschlich guter) Führung wird höchstens ein direkter und positiver Einfluss auf Arbeitszufriedenheit erwartet. Aber alles Gerede vom «Menschen im Mittelpunkt» und vom «Humankapital als das Wertvollste eines Unternehmens» verfliegt in aller Regel sehr rasch, wenn die Gewinnmarge unter Druck gerät. Dabei müsste sich doch gerade in harten Zeiten der Nutzen einer guten Menschenführung beweisen: Denn gut geführte Menschen dürften dann den Ernst der Lage rasch erkennen und sich doppelt engagieren, um dem Unternehmen wieder zu Erfolg zu verhelfen. Die Realität sieht aber anders aus. Sobald der Druck aufs Management zunimmt, wird er an die Belegschaft weiter gegeben. Wo vorher vielleicht noch Partizipation herrschte, kehrt (wenn auch meist nur unterschwellig, aber dennoch unüberhörbar) der Befehlston zurück. Wer nicht pariert, muss weichen. Das alles könnte nicht sein, wenn Manager Führung als den Zauberstab ihres wirtschaftlichen Erfolgs sehen würden. Dass sie dies nicht tun, liegt nach meinen Beobachtungen an zwei Dingen: Erstens wird Führung noch immer ausschließlich als Verhalten eines Vorgesetzten verstanden. Der Aspekt der Beziehung - zwischen Führenden und Geführten - wird nie bestritten, aber meist übersehen. Daher meint man, durch mehr Druck mehr Leistung zu erhalten. Kurzfristig mag das sogar stimmen, aber es ruiniert längerfristig eine Art der Beziehung, aus der Leistung generisch entstehen würde. Die Folge dieses falschen Verständnisses von Führung als Chefverhalten ist eine Verwechslung von Absicht und Wirkung: Weil ich meine, mit mehr Druck zu mehr Leistung zu kommen, erhöhe ich den Druck; wenn sich die erhoffte Wirkung nicht einstellt, beweist das nur, dass ich noch mehr Druck aufsetzen muss. Zweitens aber zeigt sich in der wirtschaftlichen Not, dass viele Manager ganz einfach keine Lust auf Führung haben. Im Klima des Drucks geben sie dieser Unlust besonders leicht nach, da «nun wirklich keine Zeit ist» und andere Dinge dringlicher erscheinen. Zu diesen anderen Dingen gehört, den Anforderungen des eigenen Chefs besonders gut gerecht zu werden (denn man möchte ja nicht selber in die Schusslinie geraten). Weiter ist es wichtig, Konzepte und Präsentationen zu verfassen, die das eigene Tun und lassen hinreichend rechtfertigen. Und schließlich muss man in Projektgruppen und/oder mit Beratern nach Lösungen für die Zukunft suchen. Wo bleibt da noch Zeit für die eigenen Leute? |
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Felix Frei, Jahrgang 1952, studierte Psychologie mit den Nebenfächern Sozialpädagogik und Informatik an der Universität Zürich. Nach dreijähriger Assistenzzeit an der Abteilung Angewandte Psychologie der Universität Zürich arbeitete er von 1977-1987 am Institut für Arbeitspsychologie der ETH Zürich und promovierte 1982 an der Universität Bern. 1980-1985 leitete er ein vom Projektträger «Humanisierung des Arbeitslebens» des BMFT, Bonn, gefördertes Forschungsprojekt über «Qualifizierung in der Arbeitstätigkeit». 1984-1985 war er Vertretungsprofessor an der Universität Bremen. Felix Frei war Dozent für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Abteilung für Informatik der ETH Zürich sowie an den Universitäten Basel, Bern, Bremen und Zürich.
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