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Vogelgrippe, Rütli-Schule, Pisa, G8-Gipfel - der öffentliche Raum wird heute unübersehbar beherrscht von einer Kultur des hektischen Wechsels kurzfristig dominierender Themen und Ereignisse. Für einen Moment scheint dieses Ereignis oder Problem alle anderen an Wichtigkeit und Dringlichkeit zu überstrahlen. Schon nach kurzer Zeit entschwindet das Thema der Aufmerksamkeit und in der Masse der – meist weiterhin ungelösten – Probleme, um einem neuen Hype Platz zu machen. Die Industriegesellschaft hat tiefe Eingriffe in die biologischen Systeme des Planeten ermöglicht. Manche von ihnen, wie die Atomkraftwerke, erfordern ein Denken in Zeiträumen, welche den mittelalterlichen Traum vom Millenium verzwergen. Solche Beobachtungen legen nahe, in einer modernen Gesellschaft besonders sorgfältig und mit langfristigen Konzepten zu planen. Beklagt wird jedoch in vielen Bereichen das Gegenteil. Immer schneller werden Entscheidungen gesetzt und Einschnitte in Traditionen vorgenommen. Einflussreiche Gruppen scheinen mehr auf den augenblicklichen Eindruck, die nächste Wahl, die Zwischenbilanz, die Aktionärsversammlung hinzuarbeiten. Das Spektrum reicht vom Automodell, das zurückgerufen werden muss, bis zum Gesetz, das Nachbesserungen benötigt und unerwartete Schäden anrichtet. Das hier entwickelte und in teils analytischen, teils persönlichen Beiträgen skizzierte Konzept der "Eventkultur" sammelt Beschreibungen, Modelle und Ansätze, um solche Erscheinungen besser zu verstehen. Die Autoren versuchen, sie kulturell zu verorten, ihre positiven und negativen Aspekte herauszuarbeiten. Sie vermitteln nicht nur überraschende Perspektiven, sondern auch Einsichten, welche eine Orientierung im Event-Dschungel ermöglichen. 240 Seiten, ISBN 978-3-934391-38-3, Euro(D) 18,80, Euro(A) 19,40, sFr 31,- |
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Beiträge: Wolfgang Schmidbauer - Annäherung an den Event |