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[Über die Autorin]

[Inhalt]

[Vorwort von Ludwig Janus]

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Irene Behrmann
Zurück ins Leben
Erfahrungen mit der ambulanten Regressionstherapie
Mit einem Vorwort von Ludwig Janus
Diese  ganzheitliche Methode stellt ein Bindeglied dar zwischen bestehenden Gesprächs- und Körpertherapien in der Arbeit mit Einzelklienten. Klienten finden entlang wahrgenommenen somatischen, emotionalen und kognitiven Symptomen selbstbestimmt lebensgeschichtliche Themen. Symptome, deren Ursprünge schon vorgeburtlich sein können, finden den Weg in den Ausdruck. Dadurch werden Prozesse der physiologischen und psychischen Selbstregulierung neu angestoßen. Bei dieser Therapieform werden Klienten nicht berührt. Die ambulante Regressionstherapie kann mit fast jeder Psychotherapieform und mit anderen Heiltätigkeiten verbunden werden.
ISBN 3-934391-15-X, 176 Seiten, Broschur,  16,80 Euro/sFr 29,50

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Die Autorin: Irene Behrmann
Geb. 1942, M.A. Erziehungswissenschaften, Sozial-diakonisches Grundstudium zur Dipl. Religionspädagogin. Erwachsenenbildung, Beratungs- und Fortbildungs-Tätigkeit. Regressionstherapeutische Selbsterfahrung. Psychotherapie (HP). Fachfortbildung: Diagnostik und  Behandlung posttraumatischer dissoziativer Störungen (Michaela Huber), Hospitation “Tiefenpsychologische Basistherapie” (Wolfgang Hollweg), Mitglied der Internationalen Studiengemeinschaft für pränatale und perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM).
Die Methode der ambulanten Regressionstherapie wird durch Wochenendseminare, verbunden mit Selbsterfahrung, vermittelt.
Irene Behrmann, Brömmerkamp 10, 29331 Lachendorf.
Tel. 05145-284289, Fax: 05145-939152
E-mail: Irene.Behrmann@epost.de

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Inhalt

Vorwort von Ludwig Janus
0. Einleitung
1. Ganzheitliche Sichtweise der ambulanten Regressionstherapie
Kinder der Evolution  - Individuell lernen  -
Übertragung - Gegenübertragung  - Sozial vernetzt

2. Die Methode der ambulanten Regressionstherapie
Einordnung - Arbeit mit Traumata - Ziele -
Zusammenfassung

3. Der Körper als Erinnerungsspeicher
Körperwahrnehmungen - Körpersymptome als Ausdruck körperlicher Überlastungen  - Körpersymptome als zellulärer Abdruck nicht ausgelebter Gefühle  - Vorsprachliche Körpererinnerungen

4. Emotionalität als Erlebnisquelle -  Motor im sozialen Miteinander
Emotionen  - Emotionen in der Regressionstherapie

5. Die Kognition: Wahrnehmung - Denken - Selbsterleben
Paralleles Bewusstsein  - Erinnerungen wecken  - Bilder  - Internalisierte Normen - Bewertungen und Deutungen - Ich-Zustände - Ich-Schwäche -
Zusammenfassung und Ausblick

6. Arbeitsbeziehung zwischen Klient/in und Therapeut/in
Voraussetzungen - Das Selbsterleben der Klienten - Macht und Ohnmacht  - Geduld  - Übertragungen - Grenzen der ambulanten Regressionstherapie

7. Interventionen in der ambulanten Regressionstherapie
Aspekte für das Erstgespräch und die erste Liegung - Ergebnisoffen begleiten - Die Wahrheit finden helfen - Parteilich begleiten - Intuitiv mitgehen - Ressourcen bewusst machen - Ambivalenzen ansprechen - Geschehenlassen - Wahrnehmungen beschreiben - Zwischen den Daseinsebenen wechseln - Umgang mit Schmerzen - Atmen - Selbstausdruck fördern - Mit Einzelwörtern arbeiten - Dialoge anregen - Freies Austönen - Ich-Sätze finden - Integration von Ich-Zuständen - Differenzierung bei symbiotischer Mutter-Tochter-Identifikation

8. Wortprotokolle
Protokoll 1:
Der Körper schreit mit Symptomen und Symbolen
Protokoll 2:
Rheumatische Beschwerden
Protokoll 3:
Modifikation negativer kognitiver Denkstrukturen prä- und postnatalen Ursprungs
Protokoll 4:
Vernachlässigung und Verdacht des sexuellen Missbrauchs

Kulturpsychologisches Nachwort
Anmerkungen
Literatur
Worterklärungen
Sachregister

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Vorwort von Ludwig Janus
Der Autor des Vorwortes ist Psychoanalytiker (DPG), Präsident der  „Internationalen Studiengemeinschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin“ (ISPPM) und Verfasser zahlreicher Publikationen zur Neurosenlehre und Psychosomatik sowie zur Wissenschaftsgeschichte der Psychoanalyse.

Als in den 20er Jahren in der Psychoanalyse entdeckt wurde, dass neben den Problemen des Kindes in gleicher Weise die Probleme des Kleinstkindes, des Säuglings, des Neugeborenen und sogar schmerzliche Erfahrungen vor und während der Geburt bedeutsamen Einfluss auf die Lebensentwicklung haben können, ging es darum, wie dieses neue Verständnis therapeutisch umgesetzt werden könnte, welche Veränderungen am herkömmlichen psychoanalytischen Setting notwendig wären. Hierzu wurden von Sandor Ferenczi, Otto Rank und Wilhelm Reich kreative Anregungen gemacht, die jedoch zu der damals sehr körperfeindlichen und auch kinderfeindlichen Mentalität in Europa in zu starkem Widerspruch standen. Diese Anregungen fanden in Amerika, insbesondere in Kalifornien, ein akzeptierenderes Entwicklungsmilieu und führten zu einer Blüte vielfältiger psychotherapeutischer Schulen und Methoden, die in der “Humanistischen Psychologie” ein gemeinsames Dach fanden.

Ab den 70er Jahren begannen diese Weiterentwicklungen auf die europäische psychotherapeutische Szene zurückzuwirken und führten zu einer lebendigen Kultur körper-, gesprächs- und gestaltpsychotherapeutischer sowie anderer Gruppen und Schulen. Eine wichtige Richtung war die von Arthur Janov entwickelte Primärtherapie, die ganz auf das vorsprachliche Erleben und dessen unmittelbaren Ausdruck zentrierte. Von der Primärtherapie gingen bedeutsame und weitreichende Impulse auch auf die anderen psychotherapeutischen Schulen aus. Sie nahm die banale Tatsache ernst, dass die frühen Traumen vor dem Spracherwerb auf einer vorsprachlichen Ebene wirksam werden und auch verarbeitet werden. Der direkte Zugang geht deshalb notwendigerweise über das direkte Erleben, wie dies von Otto Rank schon in der Wendung vom “analytischen Erlebnis” gefasst worden war.

Im deutschsprachigen Raum waren es unter anderen Wolfgang Hollweg und Konrad Stettbacher, die die Anregungen der Primärtherapie in ihren therapeutischen Settings umsetzten und weiterentwickelten.

Hollweg und Stettbacher waren bedeutsame Anreger der von Irene Behrmann entwickelten ambulanten Regressionstherapie, wie sie im vorliegenden Buch dargestellt und praktisch erläutert wird. Sie übernimmt von der Primärtherapie die Zentrierung auf die Unmittelbarkeit des emotionalen Erlebens in Verbindung mit dem Körpererleben. Ein Einfluss von der Gesprächspsychotherapie her mag die Betonung des Selbstausdrucks und der Authentizität in der Beziehung sein. Im Gegensatz zu manchen primärtherapeutischen Settings ist die ambulante Regressionstherapie jedoch dezidiert eine Einzeltherapie, wodurch die besonderen Möglichkeiten der begleitenden therapeutischen Beziehung in sehr individueller Weise für den Regressions- und Therapieprozess genutzt werden können.

Die ambulante Regressionstherapie nutzt die regenerativen Selbstheilungskräfte des Organismus auf der Körperebene, indem sich allein durch die Zentrierung auf die Körper- und Gefühlswahrnehmung ein autokatalytischer Prozess der Verarbeitung früher traumatischer Erfahrungen, die im Körpergedächtnis gespeichert sind, in Gang setzt. Bedeutsam ist dabei, dass viele frühe schmerzliche Erfahrungen vorsprachlich in Verzerrungen des Körpererlebens, der Gefühlswahrnehmung und des Selbsterlebens gespeichert sind. Diese werden in all ihrer Unverständlichkeit und daraus folgenden Verwirrung in der geschützten therapeutischen Situation dem Erleben zugänglich. Damit setzt ein Verarbeitungs- und Durcharbeitungsprozess von oft überraschender Unmittelbarkeit und Intensität ein. Zu einem Teil könnte man die Methode der ambulanten Regressionstherapie als ein Assoziieren auf der Körperebene kennzeichnen in Abhebung zur Assoziation auf der verbalen Ebene in der Psychoanalyse.

Die Flexibilität der ambulanten Regressionstherapie erlaubt eine Kombination mit anderen psychotherapeutischen Methoden im Rahmen einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Diese hat in Abgrenzung zur Psychoanalyse, die ganz auf Deutung als methodisches Mittel zentriert, den Vorteil, dass sie verschiedene methodische Wege je nach Bedürfnissen des Patienten und den Möglichkeiten des Therapeuten zur Problembearbeitung anbietet. Es macht deshalb Sinn, dass die im Rahmen der Humanistischen Psychologie entwickelten Methoden nun in dem neuen Rahmen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie neu formuliert und in ihrer Wechselbeziehung diskutiert werden.

Das vorliegende Buch über die ambulante Regressionstherapie leistet dies für einen vorwiegend primär- und körpertherapeutischen Ansatz in exemplarischer Weise. Dabei ist die therapeutische Arbeit wesentlich auch auf dem vertieften Wissen der Wirkung und Verarbeitung psychischer Traumen, wie es die zeitgenössische Psychotraumatologie anbietet, begründet. Wie die zahlreichen therapeutischen Vignetten und Protokolle zeigen, ergibt sich in der ambulanten Regressionstherapie, wie Irene Behrmann sie entwickelt hat, eine überraschend unmittelbare und wirksame Arbeit an verdrängten und entwicklungsverzerrenden traumatischen Erfahrungen.

In diesem Sinne wünsche ich dem Buch eine weite Verbreitung und fruchtbare Rezeption.

Ludwig Janus, Heidelberg.

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