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Zum Geleit - von Prof. Dr. Horst Kächele Einführung Teil 1 II. Die Biodynamik Gerda Boyesens III. Die Bioenergetik Alexander Lowens Teil 2 II. Michael Balint III. Donald W. Winnicott Teil 3 V. Sinn und Notwendigkeit von Theorie- und Technikwandel in der Psychotherapie Teil 4 II. Die empirischen Arbeiten 2. Andres et al.: 3. Ulrich Gudat: 4. Marie-Luise Langenbach: 5. Doris Hebenstreit: 6. Traudel Taubner: 7. Beatrix Amstrutz: 8. Irene Rautner: 9. Heinrich Wredal und Arbeitskreis E.R.I Wien: III. Überblick Zusammenfassung |
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Einführung in: Körperpsychotherapie und Psychoanalyse Beides führte zu einer Aufspaltung der tiefenpsychologischen Schulen in die mehr einsichtsorientierte Psychoanalyse mit strengen Handlungs- und Berührungsverboten (Abstinenzregel) einerseits und den körper- und erlebnisorientierten Verfahren (wie Biodynamik, Bioenergetik und andere neoreichianische Verfahren, Gestalttherapie und Transaktionsanalyse) andererseits, die den Schwerpunkt auf die emotionale Erfahrung legen und die Berührung und Handeln in den psychotherapeutischen Prozess ausdrücklich einbeziehen. Bei meiner Beschäftigung mit den Körperpsychotherapien in der Tradition Reichs beeindruckt mich bis heute die Variationsbreite der Interventionstechniken und die Tiefe der emotionalen und körperlichen Erfahrungen und Veränderungen, die diese ermöglichen. Bei der Psychoanalyse besticht demgegenüber die Treffsicherheit der Begrifflichkeiten, die Differenziertheit der Theorien, die diese aufgestellt haben und immer weiterentwickeln. Ich habe den Eindruck, dass in den Körperpsychotherapien die Ausdifferenzierung der Interventionstechniken und die Formulierung der eigenen Theorien zu Lasten des Austausches mit den Weiterentwicklungen der Psychoanalyse gegangen ist. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb, einen Teil des Theorienreichtums der Psychoanalyse für die Körperpsychotherapien wieder zu erschließen und sie damit an den Strom der Theorieentwicklung der Psychoanalyse und der anderen tiefenpsychologischen Schulen anzuknüpfen. Außerdem soll der derzeitige Stand und die aktuellen Probleme der Evaluationsforschung bezüglich neoreichianischer Behandlungsverfahren berichtet und der weitere Forschungsbedarf aufgezeigt werden. Untersuchungen über eine Nutzung körpertherapeutischer Interventionen in der psychoanalytischen Praxis liegen bereits vor. Von psychoanalytischer Seite haben sich in den letzten Jahren u.a. Bepperling (Bepperling u. Klotz 1978), Becker (1989), Johnen u. Müller-Braunschweig (z.B. 1989), Uexküll (Uexküll et al. 1994), Moser (Moser 1986, 1987, 1992, 1992b, 1993 und Moser u. Pesso 1989), Worm (z.B. 1990), Scharff (1995), Heisterkamp (1993 u. 2000) und von jungianischer Seite z.B. Mc Neely (1987), Ware (1984) und Schellenbaum (1987, 1988) um eine Integration psychoanalytischer und körperpsychotherapeutischer Konzepte und Behandlungsverfahren bemüht. Die vorliegende Untersuchung stellt demgegenüber den Versuch dar, die Arbeit früherer psychoanalytischer Autoren, also das Werk von Ferenczi, Balint und Winnicott, auf die heutige Praxis neoreichianischer Körperpsychotherapie, vor allem der Biodynamik zu beziehen. Ein solches Vorgehen erscheint deshalb sinnvoll, weil diese drei Analytiker Zeitgenossen Reichs waren, aber weder Reich noch Boyesen und Lowen diese zitieren. Es bestehen jedoch in vielen Bereichen inhaltliche Übereinstimmungen, die in der vorliegenden Untersuchung herausgearbeitet werden. Dahinter steht ein weiteres Ziel, nämlich aus Sicht der körperpsychotherapeutischen Praxis Ansätze für die Reintegration der 1933/34 geschehenen Aufspaltungen beim heutigen Wissens- und Erfahrungsstand zu finden. Oder anders formuliert: Ist es möglich, Handeln und Verstehen, Befriedigung und Versagung, Körperintervention und analytisches Deuten sowie mütterliche und väterliche Qualitäten im psychotherapeutischen Prozess zu integrieren? Dies soll - wie oben erläutert - hauptsächlich am Beispiel der Biodynamik geleistet werden, da im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht alle Schattierungen körperpsychotherapeutischer Theoriebildung und Praxis dargestellt werden können. |
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