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Zu diesem Buch finden Sie hier: |
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Inhalt Nachwort: |
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Einleitung zum Buch: Dieses Buch nahm seinen Anfang mit einer Reihe von Vorträgen für praktizierende PsychologenInnen über das Thema: Verformung der Liebe aus somatischer Sicht. Von meiner somatischen Perspektive aus entstehen menschliche emotionale und psychologische Beschwerden auf einer somatisch-emotionalen Grundlage, die grundsätzlich durch die genetische Struktur bedingt und in ihrem Ursprung nicht rein sozial oder familiär ist. Wir sind dazu gebracht worden zu glauben, dass unsere Probleme in der Vergangenheit liegen, in unserer Kindheit oder in sozialen Machtverhältnissen. Es gibt Leute, die darauf fixiert sind, ihren früheren Beziehungen und anderen Ursachen die Schuld für ihre Probleme zu geben. Wenn sie versuchen, ihre emotionalen Probleme durch Einsicht, Katharsis oder andere Methoden zu beheben, dann mögen sie sich selbst zwar psychologisch besser kennen, sind jedoch unfähig, ihr emotionales Verhalten neu zu gestalten. Psychologische Ansätze allein können nicht zum Verständnis des organischen Prozesses von Selbstidentität und Selbstorganisation führen. Manchmal vergessen wir, dass diejenigen, die psychologische Hilfe für ihre Krise suchen, Erwachsene mit erwachsenen Problemen sind, die erwachsene Lösungen erfordern. Diese Lösungen sind je nach persönlicher Struktur und gegebenen Funktionsmöglichkeiten unterschiedlich. Wir sind als Erwachsene gezeugt, und es ist der uns eingeborene Erwachsene, der versucht, seine Wirklichkeit zu gestalten - schon bei der Empfängnis wie auch im mittleren Alter und im Tod. Nach Charles Darwin durchläuft jeder Mensch als Embryo Stadien voll ausgewachsener Strukturen, die eine erwachsene Form von Lebewesen auf einer niedrigeren evolutionären Stufe darstellen - das heißt: Der Vorfahre ist immer ein Erwachsener. Darwin sagt auch, dass ein Organismus ständig die Form verändert, um Herausforderungen begegnen zu können. Dies alles bedeutet, dass der Lebensprozess auf eine erwachsene Realität ausgerichtet ist. Unsere Antwort auf Situationen, denen wir begegnen, formt unsere persönliche erwachsene Gestalt. Strukturiert sind wir in dem Maß und in der Weise, wie wir uns selbst gebrauchen oder wie wir gebraucht worden sind. Einige Seiten von uns - z.B. die kognitive Realität - mögen stärker geformt sein als andere. Die Formative Psychologie, basierend auf einer evolutionären Perspektive, geht davon aus, dass wir als Menschen ein fortwährender lebendiger Prozess sind und kontinuierlich und in persönlicher Weise ein somatisches Selbst herausbilden. Dieser formative Ansatz macht es möglich, unsere Probleme von der Grundlage eines immer vorhandenen Reaktionsmusters her anzuschauen und zu verstehen. Wenn wir erfahren, auf welche Art und Weise wir unser Verhalten organisieren - wie wir üben, präsent zu sein, anderen zu gefallen, zusammen zu arbeiten, zu lieben - werden unsere Probleme in der Liebe an Klarheit gewinnen. Identität und Befriedigung entstehen auf der Grundlage unseres ererbten Musters, das in Selbstorganisation besteht. In dem Maße, in dem wir mit unseren somatisch-emotionalen Reaktionen vertraut werden, lernen wir etwas über den Stil unseres In-der-Welt -Seins, das heißt, wie wir zum Beispiel Geben und Empfangen organisieren. Unsere Art und Weise zu existieren ist nicht gänzlich vorherbestimmt; es ist eher so, dass es einen elementaren organisierenden Prozess, einen angeborenen Stil, uns selbst zu gebrauchen, gibt. Dieser Prozess spielt eine sehr große Rolle in den Schwierigkeiten und Erfolgen unseres Lebens. Wir haben eine angeborene erregbare zelluläre Beweglichkeit, eine somatisch-emotionale Reaktion auf Stimuli. Ebenso haben wir die Fähigkeit, aus Reaktionen angemessenes persönliches Verhalten zu formen. Durch diesen organisierenden Prozess körpern wir Erfahrungen ein und handhaben sie in spezifischer Weise. Intimität basiert darauf, innere Erregung mit sich selbst und anderen zu teilen. Von diesem inneren Puls der Erregung aus bildet das Gehirn vielschichtige Bindungen, ein Vorhaben, das Dauer und langfristiges Handeln erfordert. Dieser Puls der Erregung ist die Gestaltungsgrundlage einer subjektiven und persönlichen Liebe. Der Prozess, unseren inneren Erfahrungen Körper zu geben, organisiert Kontinuität und verleiht ihnen emotionale Bedeutung für uns und andere. Es handelt sich um ein Grundmuster, das etwas zu tun hat mit der Fähigkeit zu geben und zu empfangen. Liebe wird auf verschiedenen Ebenen erfahren. Auf der Instinktebene erfahren wir sie als ein flüssiges Verschmelzen von zellulärem “Leim”, als einen hormonalen Wirbel, der eine Gewebebindung erzeugt und damit ein gemeinsames Schwingen mit einem anderen Menschen. Wir wissen es physisch, Körper zu Körper und erleben es als eine Zugehörigkeit, als ein Schicksal, als ein konstitutionelles Zusammenpassen. Wenn wir Glück haben, können wir in den verschiedenen Welten des Instinkthaften und des Gegebenen, des Unbedingten und des Bedingten, des Sozialen und des Persönlichen lieben. Wir haben die Möglichkeit, zwischen diesen Welten hin- und herzugehen. Liebe schließt Leidenschaft, Vitalität des Verlangens und Verhaltensmuster von Intimität ein. Erwachsene vertiefen Erregung, Verlangen und Gefühle, indem sie aus ihnen Intimität und Beziehung formen. Aufwallendes Verlangen und Bezogen-Sein auf andere sind tief in unserem zellulären Leben verwurzelt und sehnen sich danach, unsere persönlichen Liebeserfahrungen zu vertiefen. Liebe bezieht sich in diesem Buch auf drei Aspekte unserer somatischen Realität: 1. Konstitutionstypen: Genetische Muster verbinden sich in einer unbegrenzten Vielfalt und schaffen eine Grundlage für das Temperament. Es gibt eine ererbte Disposition, die zu der Art und Weise beiträgt, wie wir mit anderen Menschen Beziehungen eingehen. 2. Stadien von Liebe: Ererbte Muster formen während der vier Phasen der Liebe ein persönliches Selbst, nämlich Fürsorge, Anteilnahme, Austausch, Kooperation. 3. Liebesmuster: Wir haben alle ein ganz spezifisches Grundmuster der Liebe, eine primäre Quelle, auf die wir uns beziehen. Dieses Grundmuster ist verankert darin, wie wir in unserer Geschichte Zuneigung erfahren haben. Unser somatischer Stil ist immer in Aktion. Gesellschaftliche und familiäre Werte regen uns an oder behindern uns. Sie können unsere somatischen Muster maskieren, aber sie können nicht unsere grundlegenden konstitutionellen Muster auslöschen, die unsere besondere Art zu lieben fördern oder hindern. Wir alle wachsen heran und leben in einer erwachsenen Wirklichkeit, die entweder feindlich oder wohlgesinnt ist. Liebe ist ein Prozess, der verbunden ist mit dem Drang zu leben. Dieser Drang zu leben fördert emotionale Bindungen. In unseren Familien lernen wir, was Liebe ist - oder wir lernen es nicht. Aus einem Gefüge von Handlungen heraus - Fürsorge und Anteilnahme, Austausch und Kameradschaft - werden instinkthafte Antworten in persönliches Gefühl umgeformt. Unsere Liebesmuster sind das Ergebnis der verschiedenen somatischen Typen von Liebe sowie der Missverständnisse bezüglich unseres somatischen Erbes. Dieses Buch handelt von der Beziehung zwischen unseren missverstandenen somatisch-emotionalen Mustern und den Stadien der Liebe. |
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