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Ulfried Geuter
Deutschsprachige Literatur zur Körperpsychotherapie
Eine Bibliografie
Verbesserte, um 634 Einträge und ein Autorenverzeichnis erweiterte Neuauflage.180 Seiten, Broschur, ISBN 3-934391-06-0, Euro 14,80

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft
für Körperpsychotherapie, Band 1

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Diese Bibliografie erschließt die deutschsprachige Literatur des gesamten Feldes der Körperpsychotherapie. Unter Körperpsychotherapie werden dabei Ansätze innerhalb der Psychotherapie verstanden, die sich in ihrem Denken und in ihrer Behandlungsmethodik auf Psyche und Körper zugleich beziehen. Sie erfasst neben einer Viehlzahl von Titeln der allgemeinen Literatur all diejenigen körperpsychotherapeutischen Ansätze oder Schulen, die sich aus der Psychoanalyse sowie aus der Bewegungsarbeit und dem Tanz herausgebildet haben.
Die neue, erweiterte Auflage hat neben vielen neuen Titeln und Rubriken auch ein Autorenregister dazubekommen, wodurch die Bibliografie noch vielfältiger genutzt werden kann
.

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Inhalt

Vorwort
1. Historische Quellentexte
2. Überblicksdarstellungen und Sammelwerke
3. Allgemeine Arbeiten
4. Psychoanalyse und Körper/Körperpsychotherapie
5. Analytische Körperpsychotherapie
6. Neoreichianische Körperpsychotherapie 49
(Bioenergetik, Biosynthese, Biodynamik, Hakomi und andere)
7. Bewegungs- und erlebnisorientierte Verfahren
(Funktionelle Entspannung, Konzentrative Bewegungstherapie,
Integrative Leib- und Bewegungstherapie und andere)
8.Tanztherapie
9. Gesprächspsychotherapie und Körperpsychotherapie (einschl. Focusing)
10.Verhaltenstherapie und Körperpsychotherapie
11.Gestalttherapie und Körperpsychotherapie
11a. Systemische Therapie/Familientherapie und Körperpsychotherapie
11b. Hypnose/Hypnotherapie und Körperpsychotherapie
11c. Psychodrama und Körperpsychotherapie
12. Körperpsychotherapie und Entwicklungspsychologie, Säuglingsforschung, prä- und perinatale Psychologie
13. Körperpsychotherapie und Sexualität
14. Körperorientierte Behandlung spezifischer Störungen,
Erkrankungen oder Klientengruppen
a)Angst
b)Persönlichkeitsstörungen; „Frühstörungen“; narzisstische Störungen; Borderline-Störungen
c)Trauma; Traumatisierung; posttraumatische Belastungsstörungen; selbstverletzendes Verhalten; dissoziative Störungen
d)Sexueller Missbrauch; sexuelle Gewalt; sexuelle Störungen
e)Sucht
f) Neurosen (Depression, Zwang, Phobie, Hysterie); Beziehungsstörungen
g) Sprechstörungen, Stimmstörungen
h) Körperliche Erkrankungen (Krebs; Neurodermitis; Polyarthritis; Tinnitus;
Herzkrankheiten; allergischer Schnupfen; HIV-Infektion; kieferorthopädische Patienten)
i) Asthma und Atemwegserkrankungen
j) Besondere Klientengruppen 130(Kinder, Jugendliche, Alte, Frauen, Männer)
k) Babytherapie und Mutter-Kind-Therapie; Arbeit mit prä- und perinatalen Traumata
l) Forensische Klienten
m)Störungen der Impulskontrolle;
außergewöhnliche Verhaltensweisen
15. Körperpsychotherapie in der Psychosomatik;
somatoforme Störungen, funktionelle Erkrankungen
15a. Essstörungen
15b. Rückenerkrankungen/Orthopädie
15c. Schmerzpatienten (Kopfschmerz, Migräne, Fibromyalgie)
16. Körperpsychotherapie in der Psychiatrie - Psychosen; hirnorganische Schädigungen
17. Empirische Untersuchungen zu Relevanz und Wirkung
körperpsychotherapeutischer Behandlungen
-Nachträge
-Index der Autoren

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Auszug aus dem Vorwort zur ersten Auflage

Diese Bibliografie versucht die deutschsprachige Literatur des gesamten Feldes der Körperpsychotherapie zu erschließen. Unter Körperpsychotherapie werden dabei Ansätze innerhalb der Psychotherapie verstanden, die sich in ihrem Denken und in ihrer Behandlungsmethodik auf Psyche und Körper zugleich beziehen. Dieser Begriff von Körperpsychotherapie grenzt die Bibliografie ein: Unberücksichtigt bleiben Körpermethoden wie Eutonie, Alexander-Technik, Rolfing, Atemarbeit, Feldenkrais etc., die sich nicht als Psychotherapie definieren, auch wenn der Einsatz dieser Methoden psychotherapeutisch wirksam sein kann.  Ebensowenig wurde die Literatur zum Einfluss von Sport und körperlicher Bewegung auf seelische Störungen eingeschlossen,  auch nicht das weite Feld der Bewegungstherapie und der psychomotorischen Therapien, die in der Psychiatrie, der Rehabilitation oder in der Arbeit mit körperlichen und geistigen Behinderungen eine große Rolle spielen, aber als unterstützende oder rehabilitative Methoden nicht zur Körperpsychotherapie zu rechnen sind.  Nicht einbezogen wurde auch das Autogene Training, das sich als eigenständige Methode versteht, und verhaltenstherapeutische Körpertechniken wie die Progressive Muskelrelaxation oder andere Entspannungstechniken, ebenfalls nicht die Richtungen der Transpersonalen Psychologie, in denen Körpertechniken eine große Rolle spielen,  oder die Reichianische Literatur, die sich der Orgontheorie und deren Anwendung im medizinischen Bereich widmet. Auch wurde Selbsthilfeliteratur nicht berücksichtigt. Die Bibliografie beschränkt sich auf Beiträge zur Theorie und Methodik der Körperpsychotherapie als einer der Grundorientierungen der Psychotherapie.

Es gibt eine weite, darüber hinausgehende psychologische und psychotherapeutische wie historische und soziologische Literatur zur allgemeinen Bedeutung des Körpers, zum Körperbild oder zur Körperwahrnehmung, die für die Körperpsychotherapie von Interesse ist, oder zur Anwendung körperpsychotherapeutischer Gedanken auf gesellschaftspolitische oder ökologische Fragen. Sie zu erschließen, ist auch nicht Absicht dieser Bibliografie und wäre eine eigene Aufgabe.

Bei so viel Eingrenzung sollte gesagt werden, was die Bibliografie enthält. Sie erfasst neben einer Vielzahl allgemeiner Literatur all diejenigen körperpsychotherapeutischen Ansätze oder Schulen, die sich aus der Psychoanalyse sowie aus der Bewegungsarbeit und dem Tanz herausgebildet haben, das sind die auf Reich zurückgehenden Richtungen wie Bioenergetik, Biosynthese, Biodynamik und andere, die analytische Körperpsychotherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, Funktionelle Entspannung, Tanztherapie, Integrative Bewegungs- und Leibtherapie und einige weitere Ansätze wie zum Beispiel die Pesso-Boyden-System-Therapie. 

Der erste Abschnitt der Bibliografie enthält einige historische Texte zur Begründung körperbezogener psychotherapeutischer Ansätze. Abschnitt 2 listet Überblicksdarstellungen und Sammelwerke auf, Abschnitt 3 allgemeinere Abhandlungen zur Körperpsychotherapie, darunter auch diejenigen Arbeiten, die sich nicht den genannten Hauptrichtungen und Schulen zuordnen lassen. Da die Entstehung der Körperpsychotherapie eng mit der Psychoanalyse verbunden ist und da in jüngster Zeit innerhalb der Psychoanalyse eine Diskussion über die Bedeutung des Körpers in der Psychotherapie begonnen hat, wurde die Literatur über das Verhältnis der Psychoanalyse zum Körper und zur Körperpsychotherapie gesondert erfasst und in einer eigenen Rubrik aufgenommen (Abschnitt 4). In diesem Abschnitt wurde die genannte Einschränkung auf körperpsychotherapeutische Theorien und Methoden aufgehoben.

Die weitere Gliederung der Bibliografie erfolgt zunächst entlang der drei geschichtlich gewachsenen Hauptrichtungen der Körperpsychotherapie: der analytischen Richtung (Abschnitt 5), der neoreichianischen Richtung (Abschnitt 6) und der bewegungs- und erlebnisorientierten Verfahren (Abschnitt 7).6  Zu letzteren kann man auch die Tanztherapie zählen, deren Literatur hier in einer gesonderten Rubrik zusammengestellt ist (Abschnitt 8).7  In diesen vier Abteilungen ist nur die allgemeine Literatur aus den jeweiligen Richtungen aufgeführt. Veröffentlichungen, die sich auf die Bereiche der Abschnitte 12-17 beziehen - einzelne Themen und Anwendungsgebiete der Körperpsychotherapie -, sind dort erfasst.

In drei weiteren Abteilungen finden sich Veröffentlichungen zu den Berührungen zwischen Gesprächspsychotherapie, Verhaltenstherapie und Gestalttherapie und der Körperpsychotherapie (Abschnitte 9-11).

Hiernach folgen einige thematisch geordnete Abteilungen mit der jeweiligen Literatur aller körperpsychotherapeutischen Schulen. In Abschnitt 12 wurde Literatur zusammengestellt, die sich auf die Zusammenhänge der Körperpsychotherapie mit der Entwicklungspsychologie und Säuglingsforschung bezieht, in Abschnitt 13 körperpsychotherapeutische Literatur zum Thema Sexualität. Die Abschnitte 14 bis 16 nennen die Literatur zur Anwendung der Körperpsychotherapie bei bestimmten Störungen oder Erkrankungen sowie bei einzelnen Klientengruppen. Die Anwendung in Psychosomatik (15) und Psychiatrie (16) ist dabei in eigenen Abteilungen erfasst. Die letzte Abteilung der Bibliografie (17) enthält die bisherige Literatur zur empirischen Erforschung der Relevanz und Wirkung körperpsychotherapeutischer Behandlungen.

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Auszug aus dem Vorwort zur zweiten Auflage

Die erste 1998 erschienene Auflage dieser Bibliografie wurde von vielen Seiten sehr begrüßt. Ich habe daher im Laufe der Jahre daran gearbeitet, die Bibliografie zu aktualisieren, zu ergänzen und in ihr enthaltene Fehler zu beheben. In den letzten Jahren ist sehr viel neue Literatur auf dem Gebiet der Körperpsychotherapie erschienen. Diese habe ich vollständig zu erfassen versucht. Doch sind auch noch viele ältere, in der ersten Auflage nicht enthaltene Titel hinzugekommen. Außerdem wurde ein Autorenverzeichnis aufgenommen, wodurch die Bibliografie noch vielfältiger genutzt werden kann.

Bei der Überarbeitung musste ich feststellen, dass ich mit der 1998 vorgenommenen Gliederung nicht immer zufrieden war. So fehlen zum Beispiel Rubriken „Körperpsychotherapie in der Kindertherapie“ oder „in der Gruppenpsychotherapie“, was allerdings leider auch den Umstand widerspiegelt, dass zu diesen Bereichen bislang nur wenige Veröffentlichungen vorliegen, obwohl die Körperpsychotherapie sehr viel in Gruppen praktiziert wird. Die Abteilung 3 „Allgemeine Arbeiten“ ist von der ersten zur zweiten Auflage besonders angeschwollen. Das hat mit dem Umstand zu tun, dass die Aufteilung der Körperpsychotherapie in verschiedene Schulen, die der ersten Auflage zugrunde liegt, glücklicherweise mehr und mehr überwunden wird. In dieser Rubrik finden sich daher die schulenübergreifende Literatur und auch Veröffentlichungen, die sich nicht einer größeren eigenständigen Richtung oder Schule zuordnen lassen, auch wenn sie zum Teil über eigene Namen verfügen, wie z.B. „tiefenpsychologische Körpertherapie“, Holotropes Atmen nach Grof, Schreitherapie nach Casriel, Mehrphasentherapie nach Damm oder der an die Gestalttherapie angelehnte ganzheitliche Ansatz von Maurer. Hier finden sich auch einige Angaben zur Integrativen Therapie nach Petzold, deren leib- und bewegungstherapeutische Arbeiten ansonsten in der 8. Abteilung erfasst sind. In der 3. Abteilung sind auch schulenübergreifende Abhandlungen und eher philosophische Reflexionen zum Thema Körperpsychotherapie erfasst, ferner einige Arbeiten zur Symbolik des Körpers, zum Körperlesen und zu Körperwahrnehmungsstörungen, sofern sie einen Bezug zur Körperpsychotherapie als psychotherapeutischer Methode aufweisen und nicht nur allgemeiner diagnostischer oder psychopathologischer Natur sind. Diese Grenze konnte ich allerdings nicht immer scharf ziehen, insbesondere in der Abteilung 4 (Psychoanalyse und Körper/Körperpsychotherapie).

Dass die Trennung zwischen den verschiedenen psychotherapeutischen Richtungen abnimmt, Methoden sich gegenseitig befruchten und miteinander verbunden werden, spiegelt sich darin nieder, dass unter 11 als neue Rubriken „Systemische Therapie/Familientherapie und Körperpsychotherapie“, „Hypnose/Hypnotherapie und Körperpsychotherapie“ und „Psychodrama und Körperpsychotherapie“ hinzugekommen sind. Und auch darin, dass bei der Gesprächspsychotherapie zu 40 bisherigen Einträgen 27 neue aufgenommen werden konnten oder bei der Verhaltenstherapie zu sieben alten sechs neue.

Zugenommen hat auch der prozentuale Anteil der störungsspezifischen Veröffentlichungen. In der ersten Auflage betrug er noch 23.2% (265 von 1143 Titeln), bei den neu hinzugekommenen Titeln der zweiten Auflage 28.8% (178 von 619). Allerdings sind unter letzteren auch einige ältere Publikationen erstmals erfasst. Daher kann man aus diesen Zahlen nicht ohne weiteres einen Trend von einer eher schulenorientierten zu einer eher klinisch ausgerichteten Körperpsychotherapie herauslesen.

In der Gliederung der störungsspezifischen Literatur bin ich 1998 nicht dem ICD gefolgt. Die Gliederung stellt vielmehr eine Mischung aus psychoanalytisch-neurosenpsychologischen und symptomorientierten Kategorien dar. Dies ließ sich für die zweite Auflage nicht ändern, da sonst die Zählung nicht hätte beibehalten werden können. Ich habe allerdings einige behutsame Änderungen vorgenommen, die mit der Zählung zu vereinbaren waren. Unter 14 wurden zwei neue Kategorien aufgenommen: „Babytherapie und Mutter-Kind-Therapie; Arbeit mit prä- und perinatalen Traumata“ und „Störungen der Impulskontrolle; außergewöhnliche Verhaltensweisen“, unter 15 die neue Kategorie „Schmerzpatienten (Kopfschmerz, Migräne, Fibromyalgie)“. Aus der Abteilung 15 „Psychosomatik“ wurden zudem die Bereiche „Essstörungen“ und „Rückenerkrankungen/Orthopädie“ herausgenommen. Sie finden sich jetzt als eigenständige Abteilungen 15a und 15b.

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